

Liebe Amerika-Freundinnen und -Freunde,
der Wunsch einer „geruhsamen Sommerpause‘ hat nur Platz im Herzen unserer Zuversicht. Wir haben ein wunderschönes Sommerfest gefeiert. Unser Hoffest war voll von Gemeinschaftsgefühl und Gesang. Wir haben uns vergewissert, dass es unserer Gesellschaft braucht, gerade jetzt in den Verdunkelungszeiten der amtierenden US-Regierung und im Umfeld unserer Freundschaften drüben.
Ja, in der Tat: Die Kontakte werden sparsamer und weniger. Die einen galoppieren feurig los mit ihrem Präsidenten, die andern sind immer noch dabei ihre Gefühle zu sammeln und ihre Haltungen zu kontrollieren. Man spürt förmlich, wie Menschen den Mut verlieren ihrem Gewissen zu folgen. Das ist auch für uns und unsere Gegenwart ein Thema. Mit dem Gouverneur von Kalifornien oder dem Bürgermeisterkandidaten von New York bringen sich Vertreter einer offenen demokratischen Gesellschaft der USA in Position. Hoffentlich brauchen die Demokraten nicht zu lange für eine identitätsstiftende Positionierung.
Eine sich selbst verherrlichende US-Regierung
Das Phantom des ‚deep state‘ sitzt in Washington im Oval Office und nicht in der zeitgenössischen Gesellschaft in den Vereinigten Staaten. Die Regierungsbataillone säen geschickt die ‚haltet den Dieb Methode‘, um von ihren staatszersetzenden Machenschaften abzulenken. Sie schaffen historische Verwirrung und Disharmonie [MAGA]. Ein solches Aggressivitätspotential braucht wohl extern gesetzte Feindbilder. Dazu zählen couragierte Christen und Christinnen wie die anglikanische Bischöfin M. E. Budde1 oder die Bischöfin der Lutheraner Elizabeth A. Eaton; auch Bruce Springsteen.
Erdrückende Zustände im Land der „Freiheit“
Die selbst ernannten Regierungscowboys wollen töten mit Hass, Demütigung und Zynismus, mit Gewaltmethoden, mit Verhaftungen und Bestrafungen, mit Kriegstreiberei und einem Bespitzelungssystem sowie mit der Zerstörung faktenbasierter Wahrheit nebst integrierendem Gemeinschaftssinn. Kompromisse mit einer ‚freiheitlichen Kultur des Kompromisses‘ werden nicht gemacht. Gesellschaftliche Spaltung ist die Methode. Es regiert die unilaterale Eindimensionalität einer sich selbst verherrlichenden Willkür-Pose. Die attackierte Privat-Universität Harvard leidet und widersteht!
Das System Trump erschafft neue Märtyrer
Regierungsrepressionen zu widerstehen, führt in einen Märtyrer-Status. Freie Wissenschaft wird zum Feindbild erklärt und ‚soll zerschlagen werden‘ als Blutzoll für einen einzigen Egomanen. Und wir? — Voyeure, mit eigenem Alltag ausgefüllt. Wie Hoffnung bewahren in einer Weltlage, in der das Pendel der Geschichte zur Abrissbirne gemacht wird?
Bereits auf Märtyrerpfaden bewegt sich Bruce Springsteen auf seiner Europaturne. Er macht zugleich Hoffnung mit seiner uns vertrauten Botschaft von dem „Land of Hope and Dreams“. Er liest dem 47. Präsidenten sowie seinen „Speichelleckern und Schergen“ die Leviten („einer korrupten, inkompetenten und verräterischen Regierung“). Bruce lädt ein zum standhaften Innehalten und Gebet (vgl. „My City of Ruins“) und predigt nachhaltige Freundschaft.
Geplante Veranstaltungen in Kiel und Husum
In unseren Landen kommt der langjährige Amerika-Korrespondent Klaus Scherer am 8.9.25 um 19.00 Uhr ins Kieler Metrokino, organisiert von der Amerika Gesellschaft SH. Hier gibt es einen sowohl ‚weiter aufklärenden Vortrag‘ als auch heilende Naturbilder von ‚drüben‘. Wir in Husum und Umgebung sind in Vortragsverhandlungen mit dem USA-Forschungsmitglied Dr. A. Etges für unseren Herbstvortrag Anfang November im Schloss.
Unser Vorstand wünscht Euch allen einen wachsamen und gesprächsoffenen Sommer mit Zuversicht-Post für die Drüben – und letztlich für uns selbst.
Ihr/Dein Helmut Edelmann (4.7.2025)
- Vgl. Mariann Edgar Budde, „Mutig sei.“ Aus dem Englischen von Anja Lerz, Oliver Lingner, Elisabeth Ranke undKarin Schuler. 2025; vgl. auch Christopher Clark, Amerikakritiker, Deutschlandkenner und großer Europäer. ↩︎